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der hafen

von deinem schlafzimmerfenster aus konnten wir, bei klarem himmel, den großen wagen sehen. der sich im wasser des hafenbeckens spiegelte. gern saß ich so auf der fensterbank - auch ohne kissen...deine wohnung ein alter speicher, verwegen, der geruch, was mir sehr gefiel...

max war es immer, der mich zuerst begrüßte...mit lautem gebell...schon aus dem 3. stock...mit seinem zotteligen fell...nicht immer sauber, konnte er es kaum erwarten, dass du den schlüssel im schloss endlich umdrehtest. er leckte mir übermütig und völlig außer sich, quer durchs gesicht und machte sich so lang dabei, wie er doch eigentlich nicht war. lachend ließ ich´s mir gefallen.

der platz neben mir - egal wo immer ich mich aufhielt in deiner wohnung - war einzig und allein seiner. bis es dir zuviel wurde und du ihn streng verjagtest. da lag er dann ganz traurig unter seiner decke und schaute zu mir rüber...mit seinem treuen dackelblick.

stunden über stunden gingen wir, max und ich, erst durch den hafen und dann am kanal entlang. er bewachte mich so, als ob er nicht ein dackel sondern ein drache wär. ich fühlte mich beschützt und er hatte großen spaß. blieb ich einmal über nacht, war es seine pfote, die in meinen händen lag...beschützt. max war es immer, der mich zu dir holte, weil du so alleine warst...du eine frau liebtest, die einen anderen liebte und doch fast immer bei dir war...

doch mit der zeit wurde alles anders und das bemerkte max zuerst. er ließ sich nicht mehr von dir vertreiben. blieb treu an meiner seite und einmal, als du deine hand nach mir ausstrecktest, biss er dich...beschützt...da merkte ich, ich bin verkehrt bei dir und ging mit einem gruß nur noch für max...kam nicht mehr zurück zum hafen...ob wohl die sterne noch so als wagen stehn...beschützt...

 

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