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die fliege

einen satz nur hatte ich gehört, im film. "wir haben die selbe krankheit - du bist gefangen in deinem körper und ich in meiner wohnung - im 5. stock..." tränen flossen reichlich, als ein vater so mit seinem sohne sprach.

da fielen auch mir tränen auf mein gesicht und ein geruch umhüllte mich von frisch gemahlenem zimt. was wollte noch verdaut werden bei mir, was war noch nicht heil.

ganz langsam schlich sich der schmerz in meinen körper rein...er kam von hinten auf mich zu, krallte sich in meiner wirbelsäule fest...und wanderte über die linke schulter bis in den kopf. er legte meinen körper völlig lahm.

jede bewegung erinnerte mich ans "gefangen" sein...meiner seele gefiel das gar nicht gut. eingesperrt in einem zimmer, die türe fest verschlossen - kein ausweg. warten, darauf, dass jemand kommt und barmherzig den schlüssel dreht...im schloss.

ich warte jeden tag auf dich...auch ein satz im film..."gelähmt" lag ich im bett und überlegte, wer mir wohl helfen könnte...keiner fiel mir ein, der zeit hätte...für mich. alle: viel zu viel zu tun...keine zeit...

schon war ich am verzweifeln...doch dann kamst du...nicht weniger als eine fliege. du setztest dich auf meinen freien rücken und deine zarten beine, die fleißig auf und nieder wanderten, streichelten meine nackte haut...eine haut, die sich in verzücken, hügelig nach oben warf. dann tätscheltest du meine hand ganz sacht und hast mir so gespendet trost...ich war nicht mehr allein. als belohnung eine träne, die mir im augenwinkel stand, löschte deinen durst...so standest du ganz still...ein kuss von dir, auf meine nasenspitze brachte uns beide zum lachen...so bliebst du noch eine ganze weile lang und ich genoss die zweisamkeit...bevor du durch das offene fenster zurück in deine freiheit flogst...ein schöner morgen...

 

 

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