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blacky

dein name war schon deiner, als ich dich fand. an einem tag holte ich dich zu mir - mit deiner schwester, ein tag voll freude und auch trauer.

deine schwester, zutraulich, nach liebe heischend. du schüchtern, ängstlich, beobachtend. hattest schon damals deinen lieblingsplatz auf dem küchenschrank. deine augen, wie smaragd, so grün, war ich sofort in sie verliebt. liebe auf den ersten blick, bei mir - bei dir war es noch unklar - der augenblick.

ich ließ dich sitzen auf dem küchenschrank. du von da oben und ich von unten - sahen wir uns manchmal lange an. im abstand und doch schon so verbunden.

die nacht war deins - genau wie meins - eine gemeinsamkeit. leise schritte hörte ich, deine samtpfötchen erkundeten die neue welt - in der nacht und morgens saßest du wieder oben auf deinem selbst ausgewählten platz. ich ließ dich, wie du wolltest und doch war ich jeden augenblick bereit für dich.

der dritte tag war es, als du dich, wieder in der sicherheit der nacht, dazu entschlossen hattest, mich -  zu erkunden. ganz vorsichtig, mit leisem schnurren, sprangst du das erste mal auf mein bett. deine feuchte weiche kühle nase berührte zärtlich die meine. dein duft war frisch, so wie grad gewaschene wäsche, die der wind getrocknet hat. dein fell so weich und warm schmiegte sich an und wir verschmolzen zu einem.

die freude war groß bei mir, so dass der schlaf nicht kommen wollte. zu kostbar war der augenblick, ein diamant, der grad leuchtend aus der dunklen erde trat.

am morgen wurde ich geweckt, mit einer katzenwäsche. deine raue zunge leckte mir den pony nass. da wusste ich mit einem mal, dass die liebe auch auf deiner seite war - die ganze zeit. der bann der zurückhaltung war gebrochen, so war ich deins, was du mir täglich zeigtest. wir konnten miteinander sprechen und auch schweigen. jeder von uns wusste, was der andere brauchte und so spendeten wir uns trost. es gab kein einschlafen mehr ohne uns. kein einschlafen mehr bei mir, ohne dich in meinem arm zu halten. ohne deinen körper eng angeschmiegt an meinen in geborgenheit zu spüren.

du warst es, die mich freudig laut empfing, wenn ich abends müde von der arbeit kam. du strecktest dich mir so lang entgegen, wie du eigentlich nicht warst. nun musste ich nicht mehr alleine essen, mein teller gehörte auch dir. selbst die bücher, die ich las, blättertest du für mich um. und las ich zuviel, wurde das buch einfach mit deinem körper verschlossen. so wusste ich, es war genug. du lehrtest mich, wie man auf bäume klettert - ganz ungeniert. und überall sich ausruhen kann, wenn man der müdigkeit erliegt.

nun hab ich niemanden mehr, der mich belehrt. denn du gingst von mir und selbst mein verzweifeltes rufen deines namens half nichts mehr. sanft streichelte ich dir das weiche Fell und küsste deine nackten ohren. wie gut du rochst...diesen duft hab ich nun eingeschlossen in mein herz...noch heute, nach so langer zeit bist du bei mir.

du gingst von mir und lächeltest mich dabei an, mit einem nur noch leichten atem. tränen fielen auf mein gesicht...ich ließ dich gehen, im halten meiner arme - du warst mein glück...

wenn etwas schönes zu ende geht...dann nur...damit etwas noch schöneres seinen anfang finden kann...ich warte...

 

 

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