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der flug durch die nacht

wir flogen durch das universum, unsere aufgabe bestand darin, neue sterne zu entdecken. sie haben uns ausgewählt, weil sie wussten, dass nur wir fähig waren eine große liebe zu allem zu entwickeln. heute weiß ich, dass sie recht damit hatten. denn niemals wieder habe ich so eine liebe erlebt, bis heute habe ich sie verzweifelt tagtäglich an allen orten und in allen menschen gesucht. aber nun habe ich sie wieder gefunden, ich habe mich erinnert...

wir waren ein gutes team, der erste stern war ganz aus wasser. meere über meere, wasserfälle über wasserfälle. wir standen mit unserem raumschiff über einem der meere und schauten es uns von oben an, dann tauchten wir ein, in die tiefen des ozeans. unser schiff war das beste, es war zuverlässig und bis aufs äußerste durchdacht -unzerstörbar-. wir schauten in die tiefen, was für eine welt. leicht, fließend, schillernd bunt, die farben verwischt und doch aus der nähe betrachtet klar und rein. eine erste umarmung von dir gab uns die zärtlichkeit. damals wussten wir nicht, dass es der anfang war.

der nächste stern war ein einziger vulkan. wir zogen unsere schuhe aus und gingen barfuss über den lauwarmen lavastrom. aus der ferne schauten wir uns die explosion eines vulkanes an. erst der donnernde knall, dann ergoss sich die glühende lava über den rand des schwarzen berges. tanzend stiegen wir ab zum dunklen glitzernden strand. wir legten uns in den warmen sand, dein erster kuss brachte uns eine zarte liebe.

wir flogen weiter und landeten auf einem dicht bewachsenen planeten. nur grün und wunderschöne reichblühende stark duftende blumen. hand in hand gingen wir durch den regenwald. der duft durchströmte unsere körper, wir wurden zum duft der blumen. unsere liebe wuchs, wie die mammutbäume des regenwaldes, fast in den himmel.

immer wieder kamen wir auf unser schiff zurück und immer weiter wuchsen wir an unseren aufgaben. nichts konnte uns mehr trennen, so dachten wir. eines tages öffnete sich uns ein tor zu einem unbekannten planeten. wir kannten nur neugierde, keine angst, keinen zweifel, nichts.

der neue planet war wie ein traum, zart umwoben, wir wagten es nicht mit unserem raumschiff in ihn einzudringen. so standen wir tagelang vor ihm und beobachteten nur. dann passierte etwas außergewöhnliches. ganz langsam öffnete sich der schleier, ein lichtstrahl zog uns in den planeten hinein.

der käpten rief uns auf die brücke. sie sagten zu mir, ich müsste gehen, es wäre jetzt zeit das raumschiff zu verlassen, ich hätte eine andere mission zu erfüllen. deine augen waren erfüllt mit schmerz und trauer. ich konnte es nicht begreifen, warum? warum wir? mein herz zerriss im schmerz, ich sah keine liebe mehr in deinen augen, ich flehte zu dir, sie aber führten dich fort.

ich war wie betäubt und fiel in einen tiefen schlaf...vergiss...vergiss...vergiss...

dann fing ich an zu träumen, viele jahre lang. jahre der schmerzen, jahre der trauer, jahre der verzweiflung, jahre des suchens ich wusste nicht wonach. immer nur habe ich dich gesucht, meinen geliebten. ich gehörte nicht in diesen traum, wo gehörte ich hin? fragen über fragen. der große schmerz unserer trennung ließ mich meine mission vergessen. manchmal, wenn ich einen menschen traf, der mich liebevoll ansah, der mich in die arme nahm, erwachte ich einen winzigen augenblick. es hielt nie lange an, ich träumte weiter.

mit bangen sah man von unserem raumschiff auf mich herab. sie müssen mitleid mit mir gehabt haben. sie sahen, dass ich nicht ohne dich fähig war, meine mission zu erfüllen. die sehnsucht nach dir zerfraß mein herz. es blieb nur noch wenig zeit, ich lag im sterben.

sie holten dich auf die brücke unseres raumschiffes zurück. du schicktest mir deine zeichen. du wusstest genau, wie sehr ich den grünen planeten geliebt hatte. erst war es der duft der blumen, ein schmetterling und ein marienkäfer mitten im winter. eine eule über mir am see. vollmond, was macht man bei vollmond? der see, ich bin immerzu nur am see...deine wärme in mir, um mich rum, keine kälte am see, nur deine wärme. ein lied, das mich tief im herzen erinnern ließ. ach, sing doch noch mal das lied...

und dann, ganz plötzlich holten sie mich zurück. ich erwachte, wie aus einem bösen traum, als du mich in die arme nahmst, mich zärtlich küsstest und mir sagtest: "ich habe dich immer geliebt, mein stern...ich habe dich immer geliebt, mein stern..."

liebe...das ist meine mission

irgendwann...kommt eine zeit...und du siehst...dass die welt für dich da ist...und nicht umgekehrt

 

 

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