Willkommen auf meiner Homepage
 Willkommen auf meiner Homepage

die zeitspange

 

die wäsche, die ich wusch war voller blut...ratten waren viel in diesem jahr...gestank - weit und breit.

und dann kamst du. fünf burschen, noch im studium, betrunken...wankten sie die gosse lang. hämisch grinsend, mich am arm gepackt...um mich rum schlawenzelnd...schlecht gemacht. vier hatten ihren spaß daran...doch der fünfte...der warst du. haare blond, dein gesicht so zart, augen so blau, wie ich sie vorher niemals sah...mitleid und verzweiflung in ihnen lag. du solltest deine unschuld verlieren bei mir, ich fand die schuld wieder...in dir...

sie schubsten mich voran in ein zimmer, welches bereit dafür war...rissen die kleider von meinem leib, sahen zu, wie du dich...von dir selbst...hast befreit...

jubelten zu schmerz und leid. tranken bier mit leichtigkeit. du drehtest deinen kopf, damit du die tränen der trauer und wut, von mir nicht sahst. großes gelage, abschied in not...als mein blick wieder klar, lagen geldscheine...leicht hingeworfen...auf dem tisch.

ich ging wieder an den wäschetrog...die seife stolz in meiner hand, den kopf voll würde hoch...die zeit ging, wie sie kam...ohne, dass ich sie vernahm. und dann kamst du...

anders als beim ersten mal. du hattest worte...sanft...für mich. und scheine, du wie selbstverständlich, in meinen busen stecktest geschwind. nahm deine hand und zog dich mit...ein lächeln von uns verschwörte sich.

arme in zärtlichkeit und lippen voller glück. zungen leckten süßen nektar...jeden augenblick...

du gingst immer bevor die sonne kam...und kamst wenn diese unterging...die zeit war lang für uns...die dazwischen hing...

aus liebe gezeugt gebar ich einen sohn...der nie verstand seines vaters thron. hass, eifersucht und neid...schwer trug die zeit. du ein schreiberling und ich eine heilerin - der fluch stand bereit. deine worte waren gefährlich - keine achtsamkeit. so holten sie mich...und verbrannten mein kleid...du aber...hattest keine zeit...

 

du schaust mich

zärtlich fragend an

genießt das streicheln

meiner warmen hände

ich weiß - dass du

jetzt auch noch gehst

in dieser nacht

ist - ende

 

Ich freue mich auf Ihre E-Mail:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sky Indigo